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Sickmen (2003)

Männer, c'est la vie
Mit: Victor Giacobbo, Mike Müller und Patrick Frey

Im Anfang war das Wort, der Mann und die Krise. Darüber wurden bereits biblische Texte verfasst. Nun existiert, ergänzt um nichts als das bereits Bekannte, auch ein sogenanntes «Konversationsstück», autorisiert von Betroffenen: Viktor Giacobbo, Mike Müller und Patrick Frey, der Coupe Frauentraum des Casinotheaters. «Sickmen» titelt die selbstironisch selbstreferenzielle Leidensgeschichte, um dem Abend die Richtung zu weisen, endend mit der Suche nach einem Arzt im - hingerissenen - Saal. Dieser erlebt das Making-of eines höchst relevanten, politisch brisanten Theaterabends, der nie geschrieben wird, weil die hypertrophen Künstler-Egos stattdessen mit ihrer Selbstbeobachtung beschäftigt sind. Mike Müller (als Mike), der Volksvertreter mit dem Gourmand-Fimmel, bleibt in bester Erinnerung als flambierter Mann, der für Hautunreinheiten (extern angewendet) Guacamole empfiehlt; Patrick Frey (als Patrick, der Intellektuelle) ist allergisch aufs Leben, auch das überzeugt, und Viktor Giacobbo (als Viktor, der Hypochonder) rührt uns gar zwiefach, als Opfer seiner Popularität und von Novartis. «Sickmen» ist ein Wettbewerb um Pointen, Pseudo-Privates und Peinlichkeiten, an dem Punkte macht, wer seine Sensibilität am schönsten zur Schau trägt… in allergischen Reaktionen wie gesagt oder der Haute Cuisine. 

Première: 26. September 2003 im Casinotheater Winterthur