Der Pförtner Mike Müller ist oft einsam, ausser es kommen Menschen von der Arbeit oder solche, die zur Arbeit gehen, oder er meldet ganz oben Menschen an, die noch nie im Schauspielhaus waren und zu den Chefs wollen oder zur HR-Abteilung oder zum Finanzer. Können auch Politiker*innen sein.
Pförtner Mike Müller hält die Leute auf. Manche kommen an der Pforte vorbei, weil sie nach getaner Arbeit nach Hause möchten. Manche möchten zur Arbeit und nicht aufgehalten werden, andere möchten sich in dem Haus mal umschauen und haben ein paar Fragen. Ganz sicher hat Mike Müller ein paar Fragen an die Menschen, die bei ihm vorbeikommen. Offiziell nennt sich das Talk. An der Pforte nennt man es Gequatsche. Das kann ernsthaft sein, wenn man einen Politikerin fragt, der für das Stadtpräsidium kandidiert, die Gretchenfrage stellt: «Herr Avdili, nun sag, wie hast du's mit dem Theater?»
Am Samstag, 31. Januar 2026 werden auch Schauspieler bei der Pforte vorbeischauen, die musikalisch etwas draufhaben und wie immer kommt ein Künstler oder eine Künstlerin vorbei, die im Schauspielhaus noch nie einen Auftritt hatte.
DIE PFORTE beginnt um 20 Uhr und dauert nicht länger als ein schlechtes B-Movie. Es gibt keine Pause, aber danach kühle Getränke zu guten Preisen.