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Der Wald leuchtet (2005)

Keine Chance, keine Zärtlichkeit
von Milena Markovic
Regie: Ivan Panteleev

Die 31-jährige serbische Dramatikerin und Lyrikerin Milena Markovi hat für die Kurzstück-Reihe des Schauspielhauses einen düster-traurigen Text verfasst. «Der Wald leuchtet», uraufgeführt am Wochenende im Pfauen-«Bunk r!», ist ein Ergebnis ihrer Recherchen über die Situation der Menschen in der ostserbischen Bergbaustadt Bor.Eine Kneipe mit Namen «Lastwagenfahrertraum». Oder «Bergarbeiternacht»? So heissen die Gaststätten tatsächlich im ostserbischen Bor, der Stadt mit der grössten Kupfermine Europas. Die Belgraderin Milena Markovi reiste im Dezember 2004 für Filmarbeiten dorthin und begegnete Menschen, «die ihr ganzes Leben trinkend und schlafend verbringen, kluge, bewusste, aber abgeschriebene Menschen». Markovis Erfahrungen, ihre Traurigkeit über den «stummen Verfall» einer Stadt und ihrer Bewohner inspirierten sie zum Kurzdrama «Der Wald leuchtet»; er leuchtet in Bor vom silbernen Todes-Staub, der die Lungen der Menschen schwarz macht, klein und hart.

Premiere am 11. Februar 2005 am Schauspielhaus Zürich, Schauspielhauskeller