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Der Geizige (2005)

Geld oder Liebe!
Mit:André Jung, Meike Droste, Gabriel Raab, Rebecca Klingenberg, Florian Stetter, Elisabeth Schwarz, Jürgen Cziesla, Mike Müller, Ludwig Boettger, Siggi Schwientek.
Regie: Werner Düggelin

Wieso um alles in der Welt will Harpagon, steinalt und steinreich und als Geizkragen stadtbekannt, urplötzlich die blutjunge Mariane heiraten? Sie bringt ihm ja nicht einmal eine Mitgift in die Ehe. Spürt der Alte trotz schwindender Manneskraft einen neuen Frühling? Oder will er einfach seinem Sohn einen Strich durch die Rechnung ziehen? Cléante liebt Mariane; doch Harpagon hat sowohl für ihn als auch für seine Tochter Elise bereits eine gewinnbringende Partie ausgesucht. Beide sind entsetzt - denn Elise liebt Valère, einen Jüngling aus guter Familie, der, verkappt als Diener, im Hause Harpagon verkehrt.

«Der Geizige», Molières Komödie in Prosa (die auf konventionellen Stoffen von Plautus und anderen basiert), gilt als comédie de caractère. Der Titelheld krankt an der Sucht nach Geld. Die gesamte Umwelt sieht er im Zusammenhang mit seinem Reichtum, den er ängstlich und misstrauisch in einer gut versteckten Kassette hortet. Wer immer sich ihm nähert, wird automatisch verdächtigt, es auf sein Geld abgesehen zu haben. Was alles solch einen «Charakter» ausmachen kann, vielfältige Ängste, Frustrationen, Lüste, Sehnsüchte, zeigten Werner Düggelin und das Ensemble des Schauspielhaus Zürich.

Première am 7. Mai 2005 am Schauspielhaus Zürich, Pfauen