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Brand (2005)

Alles oder nichts.
Mit: Stefan Kurt, Charlotte Heinimann, Maik Solbach, Nele Rosetz, Marcus Kiepe, Nicolas Rosat, Mike Müller, Matthias Redlhammer und Miriam Maertens
Regie: Niklaus Helbling

Brands Liebe, seine «communio in Christo», fordert «alles oder nichts».

Für diese unmenschliche Prinzipientreue im Namen Gottes opfert Brand selbst das Leben von Frau und Kind. Stefan Kurt gibt den Titelhelden, und auch sonst trägt das Ideendrama «Brand» des Norwegers Henrik Ibsen durchaus helvetische Züge - meint der Zürcher Regisseur Niklaus Helbling: «Der Text spiesst sehr schweizerische Charakteristika auf. Sind wir nicht alle kompromisslerische Zwergenseelen? Die reformierte Kirche hier, der ich mich bis heute verbunden fühle, könnte einen Brand genauso brauchen wie unsere zerstreuungsselige Gesellschaft überhaupt: Brand ist einer, der Ernst macht - und am Schluss dafür bestraft wird. Und das zu Recht. Aber sein Ringen war gross. Wer ringt heute noch so mit sich und der Welt? 

Brand ist eine existenzialistische Versuchsanordnung wie aus den Fünfzigern, in der knorrig-modernistischen Sprache Artaudscher Verrückter wie aus den Dreissigern, und erzählt, auch, eine wunderbare Liebesgeschichte wie aus allen Zeiten» 

Premiere am Schauspielhaus Zürich, Box, am 8. Dezember 2005